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FLOATING INSTITUT
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Forschung

Das Floating Institut erforscht die Wirkungen des Floatings  mit dem Ziel das Verständnis von Psyche und Körper zu vertiefen und neue Therapiemöglichkeiten zu erschließen.

Das Floating Institut strebt Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Bildungs- und Forschungseinrichtungen an. Sollten Sie Wissenschafter sein und/oder an einer wissen- schaftlichen Arbeit arbeiten, so sind Sie herzlich eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen.

Im Sinne der Transparenz und des Wissens- transfers verpflichtet sich das Floating Institut aktuelle Forschungsergebnisse auf seiner Homepage zu veröffentlichen und aktiv Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Sämtliche Einnahmen des Floating-Betriebs fließen zur Gänze in die Instandhaltung und in aktuelle Forschungsprojekte.



Aktuelle Studien am Floating Institut Wien:


  Im Moment keine.
 










Wir danken allen Teilnehmern der letzten Studie für Ihr Mitwirken. Die nächste Studie wird voraussichtlich Mitte 2018 beginnen.



An dieser Stelle stellt das Floating Institut Wien relevante wissenschaftliche Publikationen der interessierten Öffentlichkeit als PDF zur Verfügung. Im Sinne des freien Zugangs zu wissenschaftlicher Literatur verweisen die  Links in unserer Online-Bibliothek ausnahmslos auf Open-Access-Dokumente:

1. Psychologische Effekte
  • 1.1. Lebensqualität

    In der Bangkok-Charta der WHO wird Lebensqualität als das übergeordnete Ziel in der Gesundheits- förderung beschrieben. Das Konzept der Lebensqualität setzt sich hierbei aus sozialen, mentalen, psychischen und körperlichen Aspekten zusammen und fusst daher auf einer ganzheitlichen Betrachtung des menschlichen Wohlbefindens.

    Da das Floating-Verfahren sowohl auf der körperlich-muskulären als auch auf der psychisch-mentalen Ebene wirkt, kann es dazu beitragen die individuelle Lebensqualität zu verbessern. In diesem Sinne kann Floating ebenfalls als Präventivmaßnahme verstanden werden, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

    Kjellgren, A., Westman, J. (2014). Beneficial effects of treatment with sensory isolation in flotation-tank as a preventive health-care intervention – a randomized controlled pilot trial. BMC Complementary and Alternative Medicine 2014, 14:417. Download PDF

    Suedfeld, P., Borrie, R. A. (1999). Health and therapeutic applications of chamber and flotation restricted environmental stimulation therapy (REST). Psychology and Health, 1999, Vol. 14, pp. 545-566. Download PDF

  • 1.2. Stressreduktion

    Stress ist ein Zustand erhöhter psychischer und physischer Alarmbereitschaft, der durch vielerlei Faktoren ausgelöst werden kann. Neurophysiologisch zeigt sich Stress in der Erregung des sympathischen Nervensystems, das mit dem evolutionär sinnvollen Verhalten von Kampf und Flucht in Verbindung steht. In diesem Zustand wird die Durchblutung der Muskulatur und der Lunge gesteigert, sowie die Herztätigkeit angeregt. Auf der anderen Seite wird jedoch die Durchblutung der Haut, des Darms und der Nieren verringert.

    Durch das Schweben im Floating-Tank kann Stress siginifikant reduziert werden, indem der Zustand der Übererregung reduziert und das parasympatische Nervensystem aktiviert wird. Durch wiederholtes Floating zeigt sich zudem ein nachhaltiger Lerneffekt im Umgang und dem eigenen Empfinden von Stresssituationen.

    van Dierendonck, D., te Nijenhuis, J. (2005). Flotation restricted environmental stimulation therapy (REST) as a stress-management tool: A meta-analysis. Psychology and Health, June, 2005, 20(3): 405–412. Download PDF

    Suedfeld, P., Ballard, E. J., Murphy, M. (1983). Water immersion and flotation: From stress experiment to stress treatment. Journal of Environmental Psychology (1983) 3, 147-155. Download PDF

  • 1.3. Burn-Out Syndrom

    Das Burnout-Syndrom ist eine Art Erschöpfungsdepression, die sich durch körperliches, emotionales und geistiges "Ausgebranntsein" kennzeichnet. Burnout ist zwar nicht als eigenständige Krankheit definiert, wird jedoch meist durch übermäßig großen Stress ausgelöst, der über längere Zeit hinweg nicht bewältigt werden kann. Ein "Burnout" kann sich durch Apathie, psychosomatische Erkrankungen, Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung zeigen.

    In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass Personen, die am Burnout-Syndrom leiden durch wiederholtes Floating eine Steigerung des Wohlbefindens erfahren. Dabei wird vor allem die Grundlage des Burnouts - der Stress - sukzessive verringert.

    Kjellgren, A., Buhrkall, H., Norlander, T. (2011). Preventing Sick-leave for Sufferers of High Stress-load and Burnout Syndrome: A Pilot Study Combining Psychotherapy and the Flotation tank. InternatIonal Journal of Psychology and Psychological Therapy 2011, 11, 2, pp. 297-306 Download PDF

    Kjellgren, A., Buhrkall, H., Norlander, T. (2010). Psychotherapeutic Treatment in Combination with Relaxation in a Flotation Tank: Effects on “Burn-Out Syndrome”. The Qualitative Report Volume 15 Number 5 September 2010 1243-1269. Download PDF

  • 1.4. Kreativität und Gedächtnis

    In Studien konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßiges Floating einen deutlichen Einfluss auf die Kreativität und das autobiographische Gedächtnis hat. Dabei scheint man während des Floatings in einen angenehmen Halbschlaf-Zustand zu versinken, in dem ein leichteren Zugang zu originelleren Ideen möglich ist als im Alltag (z.B. im Büro). In diesem Zustand der Versenkung sind auch Erinnerungen an erlebte Ereignisse deutlich leichter erreichbar.

    Suedfeld, P., Metcalfe, J., Bluck, S. (1987). Enhancement of scientific creativity by flotation REST (Restricted Environmental Stimulation Technique). Journal of Environmental Psychology (1987) 7, pp. 219-231. Download PDF

    Suedfeld, P., Eich, E. (1995). Autobiographical memory and affect under conditions of reduced environmental stimulation. In: Journal of Environmental Psychology (1995) 15, 321–326. Download PDF

  • 1.5. Veränderte Bewusstseinszustände und spirituelle Erfahrungen

    Das subjektive Erleben während des Floatings schließt auch veränderte Bewusstseinszustände und mystische Erfahrungen mit ein. Obwohl diese Phänomene nicht die Norm sind und erst nach längerem Floaten auftreten können, sind sie ein deutlicher Hinweis darauf, wie durch Floating der menschliche Erfahrungshorizont ohne den Gebracuh von psychodelischen Substanzen erkundet werden kann. Die spirituellen Erfahrungen, zu denen man während des Floatings Zugang bekommen kann, weisen die folgenden Merkmale auf:

    + Einheitserlebnis ("alles ist eins").
    + Die Erfahrung, dass alle Dinge belebt oder bewusst sind.
    + Veränderte Wahrnehmung von Raum und Zeit.
    + Neues Verständnis von Zusammenhängen.
    + Die erfahrenen Inhalte können nicht in Worte beschrieben werden.
    + Das Erleben von Verzückung und positiven Gefühlen.
    + Der Zugang zu religiösen, heiligen bzw. spirituellen Gefühlen.

    In der Tat zeigen wissenschaftliche Studien, dass gerade die Veränderung des Bewusstseinszustandes aufs Engste mit mit der tiefen-entspannnenden Wirkung des Floating-Tanks verbunden ist. Das eine scheint ohne das andere nicht möglich zu sein.

    Kjellgren, A., Lyden, F., Norlander, T. (2008). Sensory Isolation in Flotation Tanks: Altered States of Consciousness and Effects on Well-being. The Qualitative Report Volume 13 Number 4 December 2008 636-656. Download PDF

    Kjellgren, A., Lindahl, A., Norlander, T. (2010). Altered states of consciousness and mystical experiences during sensory isolationin flotation tank: Is the highly sensitive personality variable of importance?. Imagination, Cognition and Personality, Vol. 29(2) 135-146, 2009-2010 . Download PDF

2. Physiologische Effekte
  • 2.1. Chronische und stressbedinge Schmerzen

    Die wissenschaftliche Forschung hat bereits sehr früh die positiven Wirkungen des Floating-Verfahrens bei chronischen und stressbedingten Muskelschmerzen bestätigt. Die Effekte treten bereits nach wenigen Tank-Besuchen auf und halten für mehrere Monate an. In den Publikationen wird Floating daher als geeignete bzw. komplementäre Schmerzbehandlung empfohlen.

    Wallbaum, Alistair B; Rzewnicki, R; Steele, H; Suedfeld, P. (1991). Progressive muscle relaxation and restricted environmental stimulation therapy for chronic tension headache: a pilot study. In: International Journal of Psychosomatics, Vol 38(1-4), 1991, 33-39. Download PDF

    Bood, S. Å., R., Sundequist, U., Kjellgren, A., Norlander, T. (2006). Eliciting the Relaxation Response With the Help of Flotation–REST (Restricted Environmental Stimulation Technique) in Patients With Stress-Related Ailments. International Journal of Stress Management 2006, Vol. 13, No. 2, 154–175. Download PDF

    Bood, S. Å., R., Sundequist, U., Kjellgren, A., Nordström, G., Norlander, T. (2007). Effects of flotation REST (restricted environmental stimulation technique) on stress related muscle pain: Are 33 flotation sessions more effective than 12 sessions? Social Behavior and Personality, 2007, 35(2), 143-156. Download PDF

  • 2.2. Fibromyalgie

    Fibromyalgie ist ein Sammelbegriff von Erkrankungen, die generalisierte Schmerzen, Depressionen und vegetative Störungen aufweisen. Dabei zeigen sich die chronischen Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Rückenmuskulatur und um die Gelenke und gehen einher mit einer erhöhten Druckempfindlichkeit. Begleitsymptome sind zudem Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht. Viele Patienten werden jahrelang falsch behandelt, da die Diagnostik auf Grund des uneinheitlichen Krankheitsbildes sowie der unklaren Verursachung bis heute schwierig ist.

    Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass das Floating eine deutliche Reduktion der Symptome sowie signifikant positive Verbesserungen bei den Faktoren Bewegungsfreiheit, Entspannung, Wohlbefinden und Energie bewirkt.

    Borrie, R., Russell, T., Schneider, S. (2012) The effect of flotation REST on the symptoms of fibromyalgia, A paper presented at the Float Summit 2012 in Gothenburg, Sweden. Download PDF

    Roderick A. Borrie, Ph.D. Floating REST – Eine vielversprechende Therapie zur Behandlung der Fibromyalgie. Vom Deutschen Floating Verband übersetzte und überarbeitete Version, Mai 2013. Download PDF

  • 2.3. Musik und Sportmedizin

    In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Floating einen Effekt auf die sensor-motorischen Aspekte der Kreativität hat, sodass "kreatives Tun" wie z.B. Musikimprovisationen leichter "von der Hand" geht. Zudem kommt es während des Floatings zu einer Form der Versenkung in der Bewegungsabläufe imaginiert werden können. Durch diese Form des imaginären "Trainings" lassen sich motorische Fähigkeiten deutlich verbessern.

    Vartanian, O., Suedfeld, P. (2011). The Effect of the Flotation Version of Restricted Environmental Stimulation Technique (REST) on Jazz Improvisation. Music and Medicine OnlineFirst, published on May 6, 2011. Download PDF

    Suedfeld, P., Collier, D. E., Hartnett, B. D.(1993). Enhancing perceptual-motor accuracy through flotation REST. In: The Sport Psychologist, Vol 7(2), Jun 1993, 151-159. Download PDF

  • 2.4. Dermatologie

    Solebäder können bei vielen Hautproblemen, wie Allergien, Neurodermitis und Psoriasis sehr hilfreich sein. Die lindernde Wirkung der Salzsole kann als ergänzende dermatologische Behandlung dieser Krankheitsbilder empfohlen werden. Dabei dringt das Salz in die Hornhaut ein, das Wasser wird nur in vergleichsweise geringen Mengen aufgenommen. Es ist nachgewiesen, dass Eiweiß in den Hautzellen vermehrt abgebaut wird und sich dadurch die Zellteilungsrate erhöht. Der Regenerationsprozess der Haut wird also auf natürliche Art stimuliert und die Haut verfeinert sich. Magnesium trägt zur Normalisierung des Abschuppungs- prozesses der Haut bei und beschleunigt den Zellstoffwechsel.

    Beim Floating kommen noch der Effekte der mentalen und körperlichen Tiefenentspannung hinzu, dem zumindest eine indirekte Wirkung bei Hautleiden zugeschrieben wird, die einen möglichen psychosomatischen Hintergrund aufweisen.

    Waring, R.H. (200?). Report on Absorption of magnesium sulfate (Epsom salts) across the skin. School of Biosciences, University of Birmingham, Birmingham. B15 2TT U.K. Download PDF

  • 2.5. Orthopädie

    Das Schweben in hochkonzentrierter Salzsole ermöglicht es dem menschlichen Körper eine Position einzunehmen, die so in keinem Bett, Wasserbett oder Badewanne möglich ist. Diese spezielle Position hat mehrere orthopädisch relevante Effekte:

    + Die Wirbelsäule ist vollkommen gerade.
    + Die einzelnen Wirbelkörper weisen keine Verdrehungen auf.
    + Alle Muskelgruppen sind gleichzeitig entspannt (speziell die der Nackenmuskulatur).
    + Alle Gelenke, Bandscheiben, Bänder und Knochen sind gleichzeitig entlastet.

    Hierdurch lösen sich akute und chronische Verspannungen und es tritt eine Verbesserungen bei Bandscheibenvorfällen, Gelenkbeschwerden, Ischias, Hexenschuss, Zerrungen und Verstauchungen ein.

    Bood, S., Kjellgren, A., Norlander, T. (2009). Treating stress-related pain with the flotation restricted environmental stimulation technique: Are there differences between women and men? In: Pain Research & Management 2009 Jul-Aug; 14(4): 293–298. Download PDF

    Bood, S. Å., Sundequist, U., Kjellgren, A., Nordstr öm, G., & Norlander, T. (2007). Effects of REST (Restricted Environmental Stimulation technique) on Stress related muscle pain: Are 33 flotation sessions more effective than 12 sessions? Social Be haviour and Personality, 35, 143 156. Download PDF


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